Kirchenmusik
Die Orgeln
Die Hauptorgel von St. Georg wurde 1997 von der Orgelbau Firma Rieger (Schwarzach / Vorarlberg) erbaut. Sie verfügt über 58 Register. Es handelt sich um eine dreimanualige Schleifladenorgel (mit Pedal) mit mechanischer Spiel- und Registertraktur nebst zusätzlicher elektrischer Registersteuerung (sog. „Doppeltraktur“).
Eine 768-fache Setzeranlage mit Sequenzerschaltung erlaubt dem Organisten die Vorausprogrammierung verschiedener Orgelregistrierungen. Der Spieltisch befindet sich freistehend an der Emporenbrüstung. Insgesamt sind 3.939 Pfeifen verbaut; die Gesamthöhe des Orgelgehäuses über dem Emporenboden beträgt ca. 13,3 Meter.
Eine Besonderheit stellt das in das Orgelgehäuse integrierte Bild des Drachentöters St. Georg dar, das 1860 von Julius Frank geschaffen worden war und um 1890 seinen Platz über dem nordöstlichen Seitenportal gefunden hatte.
Mit dem vermutlich um 1610 vom Nürnberger Orgelbaumeister Stephan Cuntz erbauten Orgelpositiv beherbergt unser Münster einen besonderen kirchenmusikalischen Schatz: Es handelt sich um die älteste spielbare Orgel Mittelfrankens.
Das Positiv wurde ursprünglich für die Spitalkirche (Heilig Geist) gebaut. Nachdem die Schweden im Jahr 1632 St. Georg verwüstet und auch die Orgel ausgeplündert hatten, wurde die Kirche von den Protestanten übernommen. Sie brachten ihr Instrument aus der Spitalkirche mit. Als sie 1634 wieder aus der Kirche ausgewiesen wurden, haben die Katholiken das Instrument als Pfandobjekt für ihre unbrauchbar gewordene Orgel behalten. Mit einem Vergleich endete ein Rechtstreit im Jahr 1642 – gegen eine finanzielle Abfindung ging das wertvolle Instrument in den Besitz der katholischen Gemeinde über und wird seither im Volksmund „Schwedenorgel“ genannt.
Seit einer behutsamen, substanzschonenden Restaurierung durch die Firma Orgelbau Klais (Bonn) im Jahr 1988 hat die Tragorgel ihren festen Platz auf der rechten Seite im Altarraum von St. Georg.
Die Dispositionen unserer Orgeln
| I. Manual, Hauptwerk, C-a“‘: | II. Manual, Positiv, C-a“‘, schwellbar: |
| 1. Principal 16′ 2. Principal 8′ 3. Flûte harmonique 8’ 4. Bourdon 8’ 5. Gamba 8′ 6. Octav 4′ 7. Spitzflöte 4′ 8. Quinte 2 2/3′ 9. Superoctav 2′ 10. Cornet 5-fach 8′ (ab f°) 11. Großmixtur 2′ 12. Mixtur 1’ 13. Trompete 16′ 14. Trompete 8′ 15. Trompete 4′ |
16. Principal 8′ 17. Holzgedackt 8′ 18. Salicional 8′ 19. Octav 4′ 20. Rohrflöte 4′ 21. Sesquialtera 2-fach 2 2/3′ 22. Octav 2′ 23. Flachflöte 2′ 24. Larigot 1 1/3’ 25. Scharff 1 1/ 3′ 26. Trompete 8′ 27. Cromorne 8′ 28. Clarinette 8’ Tremulant |
| III. Manual, Schwellwerk, C-a“‘: | Pedalwerk, C-f‘: |
| 29. Bourdon 16′ 30. Geigenprincipal 8′ 31. Cor de nuit 8′ 32. Gamba 8′ 33. Voix céleste 8′ 34. Doppelflöte 8′ 35. Prestant 4′ 36. Flûte octaviante 4′ 37. Nazard 2 3/3′ 38. Quarte de Nazard 2′ 39. Tierce 1 3/5′ 40. Plein jeu2 2/3′ 41. Basson 16′ 42. Trompette harmonique 8′ 43. Clairon harmonique 4′ 44. Hautbois 8′ 45. Voix humaine 8′ Tremulant |
46. Untersatz 32′, ab C aus 49. (160 mm WS) 47. Principal 16′ 48. Violonbaß 16′ 49. Subbaß 16’ 50. Octav 8’ 51. Violoncello 8’ 52. Gedeckt 8’ 53. Choralbaß 4′ 54. Kontrabombarde 32′ (160 mm WS) 55. Bombarde 16′ 56. Fagott 16′ 57. Posaune 8′ 58. Clarine 4′ |

